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Initiator: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Das Bezirksamt wird ersucht, ein Modellvorhaben für eine behutsame Nachverdichtung in den Wohngebieten mit Neubauten aus den 50iger und 60iger Jahren in die Wege zu leiten. Gemeinsam mit den Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften, mit Vertretern der BVV und den Bewohnern vor Ort soll in Varianten und Diskussionen (zum Beispiel einem offenen Workshopverfahren) untersucht werden, wie eine Nachverdichtung sozial, ökologisch, städtebaulich und wirtschaftlich realisierbar ist. Danach könnte ein Baugenehmigungsverfahren nach BauGB auf den Weg gebracht werden. Damit würden auch die innerstädtischen Wohnungsbaupotentiale stärker genutzt und den wachsenden Bedürfnissen vor allem an bezahlbarem Wohnraum in Pankow und Berlin Rechnung getragen werden.

Im Bezirk Pankow gibt es zahlreiche Wohngebiete mit Neubauten aus den 50iger und 60iger Jahren, welche in lockerer Zeilenbebauung errichtet wurden und sich in innerstädtischer Lage befinden. Diese Siedlungen sind u.a. im Besitz von Wohnungsbaugesellschaften und Wohnungsbaugenossenschaften, wie der EWG, WBG Zukunft. Ein großer Teil dieser Bestände wurden in den vergangenen Jahren instandgesetzt, modernisiert und energetisch saniert. Jedoch konnte in vielen Gebäuden keine Barrierefreiheit hergestellt werden, wenn zum Beispiel keine Aufzüge eingebaut werden konnten. Dies entwickelt sich immer mehr zu einem Problem, weil das durchschnittliche Lebensalter der Bewohner in den Häusern oft weit über 50 Jahren liegt. Dieser Missstand kann durch die Errichtung von Neubauten als Ergänzungsbauten beseitigt und damit barrierefreier Wohnraum geschaffen werden. Dies hätte auch den gewünschten Effekt, dass die „älteren Genossenschaftler“ bei Umzug in ihrem Kiez verbleiben können und bezahlbarer Wohnraum für neue „junge Genossenschaftler“ frei wird.
Eingetragen vor 3 Jahren von bvvpankow